Mahnwachen mit neuem Banner

Der VCE hat ein neues, 18m breites Banner angeschafft. Mit den alten Bannern von je 5 Metern macht das zusammen 28 Meter. So breit ist der geplante vierstreifige Ausbau der E 233.

Zum Einsatz ist das Banner bei zwei Mahnwachen gekommen:

    • am 13.9.2022 bei einer Veranstaltung mit den Landtagskandidaten in Lastrup

 

  • und bei einer Veranstaltung im Forum Hasetal in Löningen am 20.9.2022

Bündnis Verkehrsinitiativen: zukunftsfähige Mobilitätswende

Es haben sich die Initiativen aus Niedersachsen getroffen und gemeinsam einen Brief an die Koalitionsverhandler geschrieben. Ziel ist eine wirkliche Verkehrswende für Niedersachsen. Der Brief als PDF steht hier zum Download bereit.


Bündnis Verkehrsinitiativen
info@buendnis-verkehrsinitiativen.de
https://www.buendnis-verkehrsinitiativen.com/

Sektion Niedersachsen
19. Oktober 2022

Stellen Sie im Rahmen der Koalitionsverhandlungen die Weichen in Richtung zukunftsfähige Mobilitätswende!

Sehr geehrte an den Koalitionsverhandlungen beteiligte Damen und Herren von SPD und Bündnis90/Die Grünen,

das Bündnis Verkehrsinitiativen gratuliert Ihnen zu Ihrem Wahlerfolg bei der Landtagswahl vor zehn Tagen! Bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen stellen Sie die Weichen für ein zukunftsfähiges Niedersachsen – auch für den Bereich Mobilität. Die im Klimaschutzgesetz festgesetzten Klimaziele für den Sektor Verkehr können nicht eingehalten werden. An einer konsequenten Mobilitätswende geht deshalb kein Weg vorbei! Niedersachsen könnte dabei eine Vorreiterrolle einnehmen und eine „Verkehrswende-Kommission“ einberufen unter Beteiligung aller mit Mobilität befassten Akteure einschließlich der Verkehrsinitiativen:

Der niedersächsische Mobilitätsweg. Ergreifen Sie diese Chance!

Auch die Mobilität in Niedersachsen muss sich konsequent am 1,5 Grad-Ziel und den Vorgaben des Klimaschutzgesetztes orientieren und kann sich nicht darauf zurückziehen, dass der Bund über die Verkehrsprojekte in Niedersachen entscheidet, die dem Klimaschutz widersprechen. Deshalb fordern wir von der neuen Koalition in Niedersachsen, dass

      • sich das Land beim Bund dafür einsetzt, die Überarbeitung des aktuellen Bedarfsplans nach klima- und umweltgerechten Kriterien (Klimacheck) vorzunehmen und die Planungen für klimaschädliche Verkehrsprojekte (insbesondere Straßen) zurückzustellen, bis die Überprüfung der Bedarfspläne abgeschlossen ist,
      • die Finanzmittel vorrangig für die Sanierung der bestehenden Infrastruktur wie Brücken, Gleisanlagen etc. eingesetzt werden (Erhalt und Sanierung statt Neubau),
      • attraktiven, konkurrenzfähigen klimafreundlichen Alternativen der Vorzug eingeräumt wird, wie Ausbau des ÖPNV – auch gerade im ländlichen Niedersachsen –, Stärkung der Schiene, Steigerung der Attraktivität für Rad- und Fußverkehr sowie eine intelligente Vernetzung der Verkehrsträger untereinander.

Ein Mobilitätsgesetz für Niedersachsen könnte dabei die Rahmenbedingungen schaffen, um die Mobilitätswende zielgerichtet und verbindlich umzusetzen.

Lassen Sie uns gemeinsam den niedersächsischen Mobilitätsweg in eine klima- und lebensfreundliche Zukunft gehen!

Mit freundlichen Grüßen

Sprecherteam Bündnis Verkehrsinitiativen – Sektion Niedersachsen:

Annette Niemann (Tel. 05807-1399, E-Mail: annette@buendnis-verkehrsinitiativen.com)
Susanne Grube (Tel. 04488-98139, E-Mail susanne@buendnis-verkehrsinitiativen.com)

VCE-Pressemitteilung vom 28.09.2022: Antworten auf die Wahlprüfsteine

Verein Verkehrswende Cloppenburg-Emsland

Pressemitteilung

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl am 9.10.2022

Der Verein Verkehrswende Cloppenburg-Emsland hat an alle Landtagskandidat*innen im Kreis Cloppenburg und Emsland Wahlprüfsteine mit fünf Fragen zum Thema Mobilität verschickt. Geantwortet haben die zwei Kandidaten von B 90/Die Grünen, Stephan Christ und Nicolas Breer, der Kandidat der CDU, Christoph Eilers und der Kandidat der SPD, Jan Oskar Höffmann.

  • Wie und mit welchen Mitteln wollen Sie die Infrastruktur in Niedersachsen an die zu erwartenden klimatischen Veränderungen (Hitzewellen, Überflutungen, steigender Meeresspiegel) anpassen?

SPD und Grüne antworten eher allgemein und betonen die Notwendigkeit von klimaresilienter Infrastruktur wie Begrünung von Städten, Deichbau, Ausbau des ÖPNV und Reaktivierung von Bahnstrecken. Die Grünen fordern beim Straßenbau die Instandhaltung vor dem Neubau, während die CDU beides für gleich wichtig hält. Konkret wird die Reaktivierung der Bahnstrecke Meppen – Essen von den Grünen gefordert und von der CDU die Zweigleisigkeit der Strecke Osnabrück – Oldenburg und eine kürzere Taktung. Wichtig für die CDU sind auch der Ausbau der Radwege, E-Mobilität und neue Treibstoffe.

  • Wie wollen Sie sich konkret für eine klimafreundliche Mobilität (Gütertransport und Individualverkehr) in Niedersachsen einsetzen?

Neben Verweisen auf die erste Antwort wollen die Grünen eine Umschichtung der Straßenbaumittel zugunsten des ÖPNV und des Radverkehrs und eine Mobilitätsgarantie anbieten. Die SPD setzt sich für einen Stadtbus in Cloppenburg ein.

  • Welchen Stellenwert soll der Klimaschutz aus Ihrer Sicht bei der Planung neuer Infrastruktur haben? Wäre aus Ihrer Sicht ein Verzicht auf Straßenneubau aus Klimaschutzgründen denkbar – auch wenn es Projekte aus dem Bundesverkehrswegeplan (BVWP) betrifft?

Alle betonen die große Bedeutung des Klimaschutzes. Ein Verzicht auf Straßenneubau kann sich die CDU nicht vorstellen, während die SPD dies für denkbar hält. Die Grünen wollen eine echte Verkehrswende.

  • Derzeit findet die Bedarfsplanüberprüfung des BVWP auf Bundesebene statt. Wie wollen Sie sich als Vertreter*in des Landes Niedersachsen für eine am Klimaschutz orientierte Bedarfsplanüberprüfung einsetzen? Werden sie die Verkehrs-Bürgerinitiativen dabei einbeziehen?

Alle begrüßen die Mitarbeit von örtlichen Verkehrsinitiativen. Während die Grünen bei der Bedarfsplanüberprüfung auf Änderungen bezüglich klimarelevanter Kriterien hoffen, vertraut die CDU in die Expertise der Sachverständigen.

  • Im BVWP wird der vierstreifige Ausbau der E 233 als vordringlicher Bedarf eingeordnet. Wie stehen Sie angesichts der Klimaherausforderungen gerade im Verkehrssektor zu diesem Projekt?

Die CDU ist für den Ausbau der E 233, die SPD erachtet den vierstreifigen Ausbau der E 233 als nicht zwingend erforderlich. Die Grünen halten den vierstreifigen Ausbau der E233 aus klimapolitischer, verkehrspolitischer, agrarpolitischer und finanzpolitischer Sicht für einen Wahnsinn. Eine nachhaltige Mobilität ist mit ihm nicht möglich. Gleichzeitig werden die ohnehin schon knappen Flächen in unserer Region weiter versiegelt und der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen. Und schließlich ist es ein in Asphalt gegossenes Grab für Milliardenbeträge, die in öffentliche Verkehre, Bahnstrecken oder attraktive Radinfrastruktur deutlich sinnvoller investiert werden würden.

Dr. Irmtraud Kannen                                                                                                        Cloppenburg, den 28.9.2022