Verein »Verkehrswende Cloppenburg-Emsland« e.V.

16.06.2013: Offener Brief von Wolfgang Löning


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Wolfgang Löning aus Meppen-Bokeloh ist Mitglied der dortigen Arbeitsgemeinschaft E233, die gemeinsam mit dem Landkreis Emsland Überlegungen anstellen soll, wie der vierstreifige Ausbau der E233 verträglich gestaltet werden kann.

Nach aus seiner Sicht nicht angemessener Zusammenarbeit macht er seinem Ärger nun mit einem offenen Brief Luft. Er schreibt:

Sehr geehrter Herr Kruse,
am kommenden Treffen der AG E233 nehme ich nicht teil. Nehmen Sie das ruhig als Protest gegen Ihre Feststellung, die Diskussion habe sich beruhigt. Denn sie hat sich nicht beruhigt, sondern ist eingeschläfert worden durch dauerndes Abwarten eines nächsten strategisch Schrittes (der dann nicht kam).

Diese Taktik entspricht ganz den Zielen der Fraktion und der Partei, der Sie angehören, widerspricht aber fundamental dem Auftrag, den unsere AG aus der Bürgerversammlung übertragen bekam. Ich werde also auch nicht an der nächsten Einwohnerversammlung teilnehmen, weil ich mich schäme für das dürftige Ergebnis, das wir vorlegen können.

Hier her, in die Tagesordnung für diese Versammlung, hätte wenigstens gehört: Mit welcher Arroganz die Planungsgruppe beim Landkreis uns behandelt hat, uns Informationen vorenthalten hat, die Gruppe als Ganzes beschimpft hat. Hier könnte man das Demokratieverständnis unserer Obrigkeit diskutieren.

Hier müsste schließlich das Ziel einer verantwortlichen Bokeloher Führung der möglichst laute Protestschrei einer enttäuschten Bürgerschaft sein.

Statt dessen schlagen Sie vor, Bokeloher Probleme verdaulich für die Meppener Mehrheitspartei zu halten: Sie schlagen vor, nach dem verlorenen Kampf um die E233, eine Bushaltestelle und einen Kinderspielplatz zu diskutieren, nicht aber das Desintersse der Ratsmehrheit an Bokeloh, nicht aber den unbeleuchteten Stationsweg oder die Tempo-70-Strecke mitten im Dorf.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Löning