Verein »Verkehrswende Cloppenburg-Emsland« e.V.

20.10.2010: Leserbrief: CDU-Kreistagsfraktion sollte Presseberichte richtig lesen


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Momentan erhitzen sich im Emsland die Gemüter über die schlechte Informationspolitik des emsländischen Landrats Bröring (CDU), der mit unbelegten Aussagen und Verzicht auf Quellen und Belege seine Leute in einer Veranstaltung am 05.10.2010 in Haselünne über die Ausbaupläne zur E233 informiert hat. Die emsländische Presse hat bereits ausführlich berichtet.

Die Reaktion der CDU auf die SPD-Kritik aus Herzlake nimmt unser neues Sprecherkreis-Mitglied Manfred Brenska zum Anlass, mal einige Dinge richtigzustellen. Hier der CDU-Artikel:


Leserbrief zum Artikel in der Meppener Tagespost vom 20.10.2010: Ausbau der E 233 weiter vorantreiben

CDU-Kreistagsfraktion sollte Presseberichte richtig lesen

Mit Verwunderung und steigender Verärgerung habe ich die Pressemitteilung des Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Hövelmann, gelesen. Die SPD Herzlake hat in ihrer Presseerklärung nur Aussagen des Landrats richtig gestellt, die vom Landrat falsch vorgetragen wurden. Zudem hat die SPD Herzlake in dem Bericht nicht geschrieben, sie sei gegen den Ausbau der E233, sondern hat in ihren öffentlichen Darstellungen immer ein Durchfahrverbot des Lkw-Transitverkehrs über 12 t gefordert, was nach Aussage der Polizeiinspektion Cloppenburg von einem auf dem anderen Tag möglich ist.

Des Weiteren hat die SPD Herzlake auch eine Mautgebühr ins Gespräch gebracht, was in anderen Teilen der Republik kein Problem war, diese einzuführen, um den Lkw-Transitverkehr auf die vorhandenen Autobahnen zurückzudrängen. Auch die Aussage des Herrn Hövelmann über mangelnde Informationen hat die SPD Herzlake nicht geschrieben. Denn die ist im LK Cloppenburg bestens vorhanden, auch für uns als direkte Nachbarn zu dem Kreis, darauf wurde ja auch hingewiesen.

Ich finde es schon respektlos, wie hier mit Bürgern, die durch ihr Ehrenamt in der Öffentlichkeit stehen und eine andere Meinung vertreten oder Falschaussagen richtig stellen, umgegangen wird, nur um ein Prestigeobjekt durchzuziehen. Noch, Herr Hövelmann, leben wir in einer Demokratie, das beste Beispiel ist doch wohl die derzeitige Bundesregierung.

Noch eine letzte Anmerkung: Die Bevölkerung (Ihre Wähler, liebe Politiker) reagiert bei solchen Themen, wie zum Beispiel dem geplanten Ausbau der E233, bei dem der Bürger nicht frühzeitig eingebunden und informiert wird und wo ein unnötiger Raubbau an der Natur betrieben wird, immer sensibler. Siehe das aktuelle Beispiel: Stuttgart 21.

Nur noch zur Information: Ich bin nicht Mitglied der SPD.

Manfred Brenska
Narzissenweg 9
49770 Herzlake
05962 / 809464