Verein »Verkehrswende Cloppenburg-Emsland« e.V.

04.04.2008: Pro-/Contra-Diskussion jetzt zum Nachlesen


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Liebe Mitglieder und Sympathisanten.

Gestern fand im Cloppenburger Rathaus die Pro-/Contra-Diskussionssendung von Nordwestradio statt, wie wir euch in unserem letzten Newsletter angekündigt hatten.

Die ersten Presse-Reaktionen sind schon online.

Wer die Sendung nicht hören konnte, kann hier nochmal den gesamten Wortlaut der Sendung nachlesen.

Enno Hagenah, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Niedersächsischen Landtag, hat es in der Sendung so auf den Punkt gebracht:

Hagenah: "Die beiden Landräte hier, Herr Eveslage und Herr Bröring, nehmen im Augenblick die Anwohner quasi als Geiseln, um ihre Autobahn-Träume durchzusetzen. Sie verweigern sich seit Einführung der Autobahn-Maut, irgendwelche Maßnahmen auf dieser Bundesstraße zu ergreifen, dass sie weniger attraktiv für Durchgangsverkehr ist."


Die Strategie der Ausbau-Befürworter

Nach der gestrigen Diskussion ist die Strategie der Ausbau-Befürworter nun völlig offensichtlich:


Auf Kosten der hiesigen Bevölkerung

Diese fadenscheinige Taktik wird auf dem Rücken der Bevölkerung der beiden Landkreise betrieben. Ohne die Maut-Flüchtlinge und den Durchgangsverkehr wäre die Belastung auf der B213 wieder wie vor der Maut-Einführung.

Die stark betroffenen Anwohner z.B. in Löningens Ortsteil Borkhorn, könnten schon heute wieder ruhig schlafen, wenn die Landräte sich endlich für ihre Bevölkerung einsetzen würden und die gesamte Bundesstraßen-Strecke zwischen der A31 bei Meppen und der A1 hinter Cloppenburg für den Durchfahrtverkehr sperren lassen würden.

Dazu gehört der Wille, dies auch zu tun zum Wohle der hiesigen Bevölkerung. Bisher konnte uns niemand aus den Reihen der Befürworter stichhaltige Argumente bringen, nach denen der Ausbau der B213 gegenüber einem Durchgangsverkehr-Verbot irgendeinen deutlichen Vorteil hätte.


Warum tun die das?

Das jetzige Verhalten der Ausbau-Befürworter lässt sich logisch nur so erklären, dass man sich auf deutscher Seite vor den Karren der Niederländer hat spannen lassen – ohne es zu merken. Die deutsche Politik baut den (hauptsächlich) niederländischen Transit-Lkw eine neue Autobahn und gibt ihnen dazu noch einen Maut-Erlass bis mindestens 2013, auf Kosten und zu Lasten unserer hiesigen Bevölkerung, unserer Landwirtschaft, unserer Natur, unserer Boombranche 'Sanfter Tourismus' – und unser aller Kinder und Enkel.

Es ist noch nicht zu spät, die Ausbau-Pläne endlich als sinnlos, unnötig und unvernünftig aufzugeben. Dazu gehört nicht einmal Mut ...