Verein »Verkehrswende Cloppenburg-Emsland« e.V.

10.04.2005: PM 07/2005: Maut: Immer mehr Schwerlastverkehr auf der Bundesstraße 213/402


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PRESSEMITTEILUNG der »Bürgerinitiative Autobahn B213 Nein!«

NR. 7/2005
Datum: 10. April 2005

Geschätzter Zuwachs beträgt bis zu 50 Prozent und mehr. Erweiterte Mautpflicht gefordert.

Drei Monate nach Einführung der LKW-Maut rückt das Thema Schwerlastverkehr in Löningen, Lastrup und Haselünne immer mehr in den Blickpunkt der Bürger.

Der Grund: Immer mehr Spediteure nutzen die Bundesstraßen 213/402 offenbar als Ausweichstrecke für den Durchgangsverkehr, um Mautgebühren einzusparen. Im Landkreis Cloppenburg und Emsland betrifft es in erster Linie die B 213/B402 (als Ausweichstrecke von der A31 zur A1 oder umgekehrt).

Übereinstimmend wurde von den Mitgliedern der BI Autobahn B213 Nein!, die direkt an oder in unmittelbarer Nähe der Bundesstraßen 213/402 wohnen, festgestellt, dass der Schwerlastverkehr sich in den letzten Wochen rund um die Uhr drastisch erhöht hat. LKW-Kolonnen von bis zu 20 LKW hintereinander sind keine Seltenheit. Es hat sich damit »dicke Luft« angesammelt. Mitgliedern der BI Autobahn B213 Nein! aus Lastrup, Löningen und Haselünne/Eltern klagen über Lärm, Gestank und erhöhte Unfallgefahren – zum Teil auch über »nächtliche LKW-Rollkommandos«. Nach örtlichen Anwohnerangaben hat sich das LKW-Aufkommen auf der B 213/B402 inzwischen verdoppelt bis verdreifacht.

LKW-Fahrer nutzten die Bundesstraßen 213/402 als Abkürzung zwischen A31 und A1 oder umgekehrt und verlassen die Autobahnen frühzeitig. »Das spart Geld und ist kürzer«, so die Spediteure. An der Bundesstraße 213, wo vor allem nachts die schweren Lastzüge an den Häusern in Lastrup, Löningen und Haselünne-Eltern vorbeirollen, gibt es keine Nachtruhe mehr.

Es besteht außerdem hier der Verdacht, dass der Schwerlastverkehr eine Schadstoffbelastung in der Außenluft verursacht, die der Gesundheit gefährden könnte. Da keine Schadstoffmessungen bzw. Berechnungen an der B213/B402 vorgenommen werden, können wir uns nur auf die Messdaten der Stationen Bösel und Lingen beziehen. Die Grenzwerte aus der 22. BImSchV wurden 2005 hier mehrmals überschritten. Insbesondere für Feinstäube (PM10) besteht akute Gefahr.

Die Grenzwerte dienen dem Schutz der menschlichen Gesundheit und müssen zwingend eingehalten werden. Grundlage dieser strengen Grenzwerte sind medizinische Gutachten und Studien, die eine Gesundheitsgefahr bestätigen.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative fragen sich, wie lange wollen CDU-, SPD-, FDP- und die Bündnis/Grünen-Politiker aus dem Landkreis Cloppenburg/Emsland noch tatenlos zusehen. Sie sollten lieber den Bürgern sagen, wie es weitergeht und nicht mehr länger schweigen und warten, bis etwas passiert.

Wir fordern alle ortsansässigen Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker auf, sich dieser Problematik zu stellen und Sofortmaßnahmen einzuleiten. Denn die Anlieger der B213/B402 können nicht warten, bis die Verkehrszählungen im Herbst vorliegen bzw. die Ortsumgehung Lastrup gebaut oder Lärmschutzwände aufgestellt worden sind.

Die betroffenen Gemeinden sollten einen runden Tisch einrichten, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen, dieses wird in vielen betroffenen Städten und Gemeinden schon durchgeführt.

Der Sprecherkreis der
BI Autobahn B213 Nein!